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Vom Depot ins Gespräch

Die meisten Objekte einer Museumssammlung bleiben Besuchenden verborgen, weil oft nur ein kleiner Teil der Sammlung ausgestellt werden kann. Sie eröffnen den Zugang zu Beständen, die sonst hinter den Kulissen liegen, und machen sichtbar, was zu den zentralen Aufgaben eines Museums gehört: das Sammeln, Bewahren und Erforschen. 

Schaudepots –  je nach Museum auch Schaulager, Schauregal oder Schaumagazin –  verändern dieses Verhältnis von Sichtbarkeit und Verborgenheit. Anders als in der Ausstellung stehen die Objekte hier häufig ohne eine kuratierte Erzählung nebeneinander. Sie sind in Reihen systematisch präsentiert oder auch assoziativ nebeneinandergestellt. Wie auch immer ein Museum Einblicke in die Fülle seiner Sammlung gewährt, sind Besuchende dazu eingeladen, eigene Bezüge und Deutungen herzustellen. Der unmittelbare Kontakt zu den Objekten eröffnet Gespräche. Daher sind Schaudepots so interessant für die Bildung und Vermittlung.

Hier beschreiben Vermittler:innen und Outreach-Beauftragte aus Museen ihre Schaudepots und beleuchten, welche Potenziale sie für  die Vermittlungsarbeit bergen. Anke Seifert-Paß vom Ruhr Museum Essen zeigt, wie eine Sammlung über drei Etagen die Geschichte des gesamten Ruhrgebiets von der Steinzeit bis in die Gegenwart aufgreift. Dr. Elisa Tamaschke und Barbara Campaner aus dem Georg Kolbe Museum Berlin berichten von ihrem Schaudepot, in dem die Vermittlungsarbeit zwischen Sammlungsobjekten des deutschen Bildhauers Georg Kolbe stattfindet. Beate Rabe vom Filmmuseum Potsdam möchte durch das Schaudepot und die darin befindliche Filmtechniksammlung die Begeisterung für den Film weitertragen. Conrad Mücke vom PETRI Berlin erzählt, wie das zur Straße hin sichtbare Schauregal des Archäologischen Zentrums Besuchende zur Auseinandersetzung mit der Sammlung von Objekten der Berliner Stadtgeschichte einladen will. 

Drei Etagen voll Ruhrgebiet

NATUR KULTUR GESCHICHTE: Nach diesen drei Kategorien gliedert sich die Sammlung des Ruhr Museums in Essen. Von Schädeln steinzeitlicher Menschen und Tiere, bis hin zu Möbeln aus den Sechzigerjahren ist alles dabei. Aus verschiedenen Sammlungs- und Forschungsfeldern wird die Geschichte des Ruhr Museums erzählt und für Besuchende zugänglich gemacht.

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Drei Etagen voll Ruhrgebiet

Sammlung in Bewegung

Im Georg Kolbe Museum in Berlin bietet das Schaudepot einen Raum für Besuchende, um ausgewählte Objekte der Sammlung kennenzulernen und an Vermittlungsangeboten teilzunehmen.

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Sammlung in Bewegung

Ein Blick in die Vergangenheit

Das archäologische Zentrum PETRI Berlin bewahrt Objekte aus verschiedenen Berliner Grabungsstätten an einem Ort auf und macht sie für Besucherinnen und Besucher zugänglich. Ein über fünf Etagen reichendes Schauregal veranschaulicht dabei die Vielfalt und den Charakter der archäologischen Sammlung.

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Ein Blick in die Vergangenheit

Sammeln aus Überzeugung

Jedes noch so kleine Objekt wird im Schaudepot des Filmmuseum Potsdam sichtbar. Besonders junge Besuchende können hier die analoge Filmproduktion als spannendes Handwerk kennenlernen und sich für das Filmemachen begeistern.

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Sammeln aus Überzeugung
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Virtuelle Sammlung

Das Übersee-Museum Bremen bietet Einblicke in sein Schaulager: Eine virtuelle 3D-Tour führt durch drei Etagen mit ethnographischen, handels- und naturkundlichen Objekten.
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